Archiv

Archiv für April, 2010

Nach Amis gefragt, mit Juden geantwortet

24. April 2010 Keine Kommentare

Torsun, Frontboy der Band „Egotronic“, erhielt von der Zeitung „DIE WELT“ folgende Frage:

Sind Linke nicht eigentlich USA-kritisch?

und antwortete patent:

„Egotronic ist definitiv Israel-solidarisch“.

Ich würde ja auch sagen, dass Israel der Flugzeugträger der Amis ist und bin des Antisemitismus beschuldigt worden, aber wenn ein offizieller Antideutscher den „Ami-Juden“ an und für sich kennt, dann brauche ich mir wohl keine Sorgen mehr in solchen Fragen der political correctness zu machen.

KategorienAllgemein Tags:

Von polnischen Herzen

11. April 2010 Keine Kommentare

Trauerflor, Schweigeminuten und zahlreiche Würdigungen: Die Tragödie um den polnischen Präsidenten Lech Kaczynski hat auch im Sport große Betroffenheit ausgelöst. Der deutsche Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski und einige Profis aus Polen traten in den Bundesliga-Partien am Wochenende mit Trauerflor an. „Da ich in Polen geboren bin und ein polnisches Herz in mir habe, ist das sehr traurig und das muss ich erst mal verdauen“, sagte Podolski dem Pay-TV-Sender Sky nach dem 2:0 seines 1. FC Köln in Hoffenheim.

Total logisch: Wer in einem Landstrich östlich der Oder geboren wird, dessen Herz ähnelt eher einer weiß-roten Fahne statt einem muskulären Hohlorgan, das mit rhythmischen Kontraktionen das Blut durch den Körper pumpt und so die Durchblutung aller Organe sichert. Und so einer ist schon wegen dieser Tatsache Freund und Untertan von einem Herrscher dieses Landstrichs.

Nein, logisch war Poldi nie:

Nationalismus aber sowieso nicht.

KategorienAllgemein Tags:

Datenschutz für Nazis?

11. April 2010 Keine Kommentare

Auf dem berühmten Blog „Spreeblick“ will man argumentieren:

Warum Datenschutz auch für Nazis gelten muss

Irgendeine Hacker-Community will E-Mails von Nazis veröffentlichen. Das sieht man beim Spreeblick kritisch. Und warum muss der Datenschutz für Nazis gelten?

„Die Idee allein, dass Rechtsextreme aufgrund ihrer Gesinnung weniger Recht auf Privatsphäre haben könnten als andere, ist bereits gefährlich. Aus gutem Grund hat das Bundesverfassungsgericht die Informationelle Selbstbestimmung in den Rang eines Grundrechtes erhoben: Weil Datenschutz eben für alle Bürger gewährleistet werden muss.“

Na ganz einfach: Weil es der Staat in Gestalt von Gesetzgeber und Judikative eben sagen! Das ist zwar eine ganz komische Verwandlung von dem politischen Gegensatz, den wohl auch der Spreeblicker wie die Hackergemeinde gegen die Nazis hat, in die schlichte Botschaft: Seid gesetzestreu! Die Hackergemeinde hat doch gerade selbst zu Protokoll gegeben, dass sie den Kampf gegen Nazis mit allen Mitteln, auch gesetzeswidrigen, führen will.

Kein Wunder, dass bei so sachfremder Argumentation die Fortführung des Artikels auch nicht mehr eine Begründung seiner Überschrift folgen lässt, sondern lediglich ein Imperativ den nächsten jagd.

„Das Recht jedes einzelnen Bürgers auf Privatsphäre muss akzeptiert werden. […] Es darf also keine Selbstjustiz geben, bei der die private Kommunikation von Rechtsextremen an die Öffentlichkeit gezerrt wird. So wichtig der Kampf gegen den Rechtsextremismus ist, er muss mit demokratischen Mitteln geführt werden. Deshalb muss es Datenschutz auch für Nazis geben.“

Keine Selbstjustiz, wo es ja die echte Justiz gibt, die für das Naziproblem schon zuständig ist. Und solange die noch nicht in die Freizeit des Faschisten schnuppern will, weil es sie einfach nicht interessiert, ob Kamerad Ronny Schmidt was für Sandy Jaqueline aus Gera empfindet und diese auf CS und NS steht, solange sollten wir das eben auch nicht tun.

So einfach ist Argumentieren in unserem Land. Man muss bloß untertänig genug sein und einen Staat haben, der funktioniert.

P.S. Klar ist freilich, dass auch ein Spreeblicker den Datenschutz dann ad acta legt, wenn es um das politische Vorhaben der Faschisten geht:

„Das darunter auch private Nachrichten sein können, die keinerlei politische Relevanz haben, ist auch Schmitt klar. Er rechtfertigt die ungefilterte Veröffentlichung damit, dass Wikileaks seine Glaubwürdigkeit bewahren müsse. Zudem sei es unmöglich, tausende Emails auf private Inhalte zu durchsuchen.“

Politische Inhalte sollten freilich transparent gemacht werden, das ist ja auch Gegenstand geltenden Rechts! 😀

KategorienDemokraten @ work, Kritik Tags:

Tag!

10. April 2010 Keine Kommentare

Grrrrrr.

KategorienAllgemein Tags: